Kriminalistik – Verfahrensweisen bei Vernehmungen von Verdächtigten bzw. Tätern

Die BGY 12 setzt sich im Rahmen des Ethikunterrichts mit den Themen Gerechtigkeit und Kriminalität auseinander. Fragen nach den Ursachen und der Entstehung von Kriminalität leiteten den Kurs sukzessive die Schritte des Strafverfahrens näher anzuschauen und in Bezug zur Ethik als Teildisziplin der Philosophie zu setzen. Anhand von Fallbeispielen, in denen die Schuldfrage eine zentrale Rolle spielt, gilt es die Schritte der Verfahrensweisen genauer zu analysieren. Diesbezüglich entstand eine Kooperation mit der Hochschule der Polizei vom Standort Hahn.

Die BGY 12 begrüßte am Mittwoch, den 11. Mai 2016, gemeinsam mit Frau Drews Herrn Kriminaldirektor Werner Märkert. Herr Märkert hat mehr als 40 Jahre Berufserfahrung und ist als Kriminaldirektor und Dozent im Fachgebiet VII Kriminalwissenschaften an der Hochschule tätig.  Die Schwerpunkte von Herrn Märkert sind: Kriminalistik, Kriminologie und Kriminaltechnik.

Die Lernenden bereiteten sich auf die Gesprächsrunde mit Herrn Märkert vor und entwickelten für den Austausch etwa über 50 Fragen. Die Schwerpunkte der hervorragenden Auseinandersetzung waren: Vernehmungsziele, Vernehmungskompetenz, Beweiswert von Aussagen, Konzeption einer Befragung, Befragung – Methode und Stil, Schwachstellen einer Befragung, besondere Vernehmungsmethoden, Forensische Hypnose, Wahrnehmung – Erinnerung – Wiedergabe, das neurolinguistische Programmieren (NLP), das narrative / kognitive Interview, Glaubhaftigkeit von Aussagen, Glaubwürdigkeit von Zeugen sowie zahlreiche Praxisbeispiele. Auch der Bezug zur aktuellen Rechtslage bezüglich des Canabiskonsums in Deutschland wurde angesprochen. Im Rahmen der Doppelstunde konnten alle Fachgebiete in Ansätzen mehr oder weniger intensiv besprochen werden.

An dieser Stelle danken wir herzlichst Herrn Märkert für die hervorragende und didaktisch sehr gut angelegte Doppelstunde. Sowohl seitens der Lernenden als auch der Lehrerin entstand ein großer Wunsch die Zusammenarbeit diesbezüglich zu intensivieren.

Wir bedanken uns ebenfalls vielmals bei der Hochschulleitung, Herrn Friedel Durben, für die Unterstützung und Genehmigung.

Aida Drews

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FSAHP 15c besuchte das Duftmuseum im Farina-Haus in Köln

Die Altenpflegeklasse machte sich gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Frau Drews, Frau Steinmetz und Frau Theobald auf den Weg nach Köln. Das Motto lautete: „Die Welt mit dem Riechsinn erfahren”. Viele Menschen benutzen den berühmten Duft “Kölnisch Wasser”. Vor allem ältere Menschen nutzen sehr häufig ihr Lieblingsparfum aus der Rheinmetropole. Die Neugierde nach der Entstehung dieses Duftes nahm zu, als es im Rahmen der Module LM 2.1 und LM 2.2 um Körperpflege sowie Versorgung der an Demenz erkrankten Menschen ging.

Die Erfolgsgeschichte des Hauses Farina begann vor 300 Jahren. Johann Maria Farina – der Erfinder des “Eau de Cologne” – gründete 1709 die erste Parfumfabrik der Welt. Er machte damit die Stadt Köln berühmt. Über seine Kreationen schrieb Farina folgendes: „Mein Duft ist wie ein italienischer Frühlingsmorgen nach dem Regen, Orangen, Pampelmusen, Citronen, Bergamotte, Cedrat, Limette und die Blüten und Kräuter meiner Heimat. Er erfrischt mich, stärkt meine Sinne und Phantasie”.

Die Lernenden und die Begleiterinnen wurden zu Beginn der Führung herzlichst begrüßt. Wir bekamen alle auf die Innenseiten unserer Handgelenke ein wenig Parfüm gesprüht. Das weckte bei uns allen noch mehr die Neugierde und wir tauchten hinein in die Welt der Parfümgeschichte. Die Räume im Keller des Hauses, sowie die Arbeitsstätte eines Parfümeurs als auch die Historie wurden sehr detailliert vorgestellt. In Erzählungen zwischen Humor und Kreativität wurde die Entstehung des Parfüms fast spürbar lebendig! In spannenden Berichten über die damalige Kriminalität lauschten wir Erzählungen über Imitatoren der Düfte und deren Täuschungsversuche. Ein Flacon kostete damals drei Monatsgehälter und somit konnte sich nicht jeder diesen Luxus leisten. Berühmte Größen wie Wassily Kandinsky und Franz Marc waren von der „Rosolie“ bis zu den Flakon-Entwürfen beteiligt.

Zum Abschied bekam jeder Besucher ein kleines Flacon mit auf den Weg. Wir bedanken uns auf diesem Wege für einen sehr gelungenen und erfolgreichen Tag im Haus Farina.

Aida Drews

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Der Weg in die Selbstständigkeit: Tipps von Experten aus Gastronomie und Industrie

Der Weg in die Selbstständigkeit kann anfangs beschwerlich und voller Tücken sein. Im Januar waren drei Redner zum Thema „Existenzgründung“ in der Julius-Wegeler-Schule zu Gast, um ihre Erfahrungen mit uns zu teilen. Sie sprachen über ihre betrieblichen Konzepte, machten auf mögliche Chancen und Risiken aufmerksam und beantworteten unsere zahlreichen Fragen.

 

Frau Wolff, Herr Etzkorn (JWS), Herr Wolff und Herr Dumaine (Mitte, v.l.) mit den Klassen FSWHH14/15

 

Frau Sabine Wolff, die ihren Master in BWL in Madrid abgeschlossen hat, vermittelte uns einen detaillierten Überblick über ihren Businessplan. Sie gab wertvolle Tipps für die Erstellung von umfangreichen Finanz- und Marketingplänen.

Jean-Marie Dumaine, der in Sinzig ein Restaurant und eine kleine Manufaktur betreibt, “plauderte aus dem Nähkästchen” und führte zahlreiche Anekdoten aus seinem langjährigen Berufsleben an. Herr Dumaine gewährte dabei einen tiefen Einblick in seine Betriebsinterna und sprach mit uns unter anderem über den Wandel in der Gastronomie sowie seine Geschäfts- und Personalpolitik.

Der Eigentümer des familiengeführten Unternehmens  Wolfcraft GmbH, Thomas Wolff, veranschaulichte die firmeneigenen Betriebsstrukturen und führte das Thema Import und Export aus. Auch dieser Vortrag gestaltete sich sehr interessant und informativ.

Die sechs Schulstunden vergingen wie im Fluge und der Informationsgehalt war enorm. Wir danken allen Beteiligten nochmals herzlich für die spannende Exkursion in die Welt der Selbstständigkeit. Wir freuen uns auf ähnliche  Begegnungen mit Führungspersönlichkeiten aus der Arbeitswelt.

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Besuch einer Moschee in Koblenz

Im evangelischen Religionsunterricht von unserem Lehrer Herr Schuckert haben wir uns  über die verschiedenen Weltreligionen erkundigt und Präsentationen dazu ausgearbeitet. Um unser Wissen daraufhin zu erweitern, besuchten wir am 20.04.2016, die Moschee in Lützel. Zunächst kamen wir an einem sehr unspektakulären Gebäude an, welches nicht nach einer Moschee, so wie wir uns solch ein Gebäude vorstellten, aussah.

Doch das Innere der Moschee widersprach unserem ersten Eindruck. Die Wände waren bunt gestaltet, auf ihnen heilige arabische Sprüche. Der Boden war mit einem wunderschönen blauen Teppich bedeckt und auf ihm an jeder Ecke kleine Ständer mit den traditionellen Gebetsketten. Am Eingang mussten wir unsere Schuhe ausziehen, da man die Moschee nur ohne diese betreten durften. Anschließend wurden wir von einer sehr netten Frau empfangen, die trotz einer kleinen Sprachbarriere alles in ihrer Macht stehende tat, um uns alles zu zeigen und zu erklären. Zu ihrer Unterstützung durften wir noch den Imam der Moschee kennenlernen, er leitet die Gemeinschaftsgebete. Die Frau erzählte uns das alle Muslime in Richtung Mekka beten, auch hier war die Empore nach Mekka gerichtet. Des Weiteren interessierten wir uns sehr für die Unterschiede zwischen Mann und Frau und besonders weshalb letztere einen Kopfbedeckung tragen sollten. Nichts dieser Fragen, so erzählte sie, habe etwas damit zutun, dass die Frau dem Mann nicht gleichgestellt sei. All diese Forderungen seien aber im Koran zu finden und somit einzuhalten. Viele Frauen tragen die Kopfbedeckungen nur in der Moschee und für andere ist es selbstverständlich und Teil der Tradition.

Die ganze Klasse fand den Ausflug zu der Moschee gelungen und interessant, unsere Fragen wurden trotz kleinerer Probleme aufschlussreich beantwortet. Zuletzt und als kleines Highlight, durften wir von einer türkischen Süßigkeit naschen.

Melissa Heinz
Sofie Epstein

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Besuch der Synagoge in Koblenz

Am Mittwoch den 13.04.2016 unternahm der evangelische Religionskurs von Herrn Schuckert eine Exkursion in die Synagoge in Koblenz. Ziel war es, mehr über verschiedene Religionen zu erfahren und dies nicht nur theoretisch sondern auch praktisch.

Nach der Ankunft in der Synagoge sollten die männlichen Schüler eine Kippa aufsetzen. In der jüdischen Religion signalisiert die Kippa Gottesfurcht und Bescheidenheit vor Gott.

Danach bekamen die Schüler einen Einblick in Synagoge und erfuhren von der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Koblenz. Die eigentliche Synagoge, die in der Koblenzer Altstadt stand, wurde 1938 in der Reichspogromnacht zerstört, sodass die Trauerhalle nun als Gotteshaus genutzt werden musste.

Zur Erinnerung an die alte Synagoge sangen die Schüler ein Lied das damals zur Einweihung der Zerstörten Synagogen gesungen wurde. Als nächstes erhielten die Schüler einen guten Eindruck über die damals schrecklichen Tage, indem ein Bericht von einem Zeitzeugen vorgelesen wurde.

Nach und nach wurde der Besuch ähnlich einer Andacht, was eine schöne Erfahrung für die Schüler war. Zur Geschichte der alten Synagoge erfuhr der Kurs auch viel über die heiligen Schriften der Thora und die Zusammenhänge zwischen dem christlichen und dem jüdischen Glauben.

Zum Schluss durften die Schüler noch einen Blick auf die Thora-Rollen der Gemeinde werfen, die heiligen Schriften, die die 5 Bücher Mose beinhalten, sind mit der Hand geschrieben und das Herz jeder Synagoge.

Der Religionskurs von Herr Schuckert bedankt sich für den freundlichen Empfang bei Herrn Ries.

Malte Haveloh

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Angehende Erzieher blicken in die Praxis

Schwerpunkt Beobachtung und Dokumentation der Kindertagesstätte Himmelfeld in Montabaur

Beobachtung und Dokumentation sind zwei Schwerpunkte, die die pädagogische Arbeit in den Kindertagesstätten prägen. Ohne Beobachtung ist es nur schwer möglich, auf die Interessen und Bedürfnisse der Kinder zugeschnittene Bildungsangebote zu konzipieren und umzusetzen. Daher nimmt die Vermittlung von Beobachtungskompetenz und der gesamte theoretische Unterbau mit Dokumentation und Entwicklungspsychologie im ersten schulischen Ausbildungsjahr der Fachschule für Sozialpädagogik an der Julius-Wegeler-Schule in Koblenz eine elementare Rolle ein. Im Rahmen des Unterrichtes im Lernmodul 5 – Entwicklungsprozesse beobachten, reflektieren und dokumentieren – besuchten die Klassen FSSS 15 a/b, gemeinsam mit ihrer Fachlehrerin Isabel Vogel die Kindertagesstätte Himmelfeld in Montabaur.

Die Einrichtung ist seit vier Jahren rheinland-pfälzische Konsultationskita mit dem Themenschwerpunkt „Beobachtung und Dokumentation“ und daher immer wieder Ziel von Exkursionen im Rahmen des Unterrichtes an der Julius-Wegeler-Schule. Die Schülerinnen und Schüler der Fachschulklassen erhielten von der Leiterin Andrea Fuß zunächst einen Überblick über den Stellenwert der Beobachtung im pädagogischen Alltag sowie die Gestaltung aus den Beobachtungen heraus. Nach der fachtheoretischen Einführung hatten die Klassen Gelegenheit, in den Gruppen zu hospitieren, eigene Beobachtungen durchzuführen oder gemeinsam mit den Kindern in die angelegten Portfolio-Ordner hineinzuschauen. Im fachlichen Dialog mit der Einrichtungsleiterin konnten die gemachten Beobachtungen anschließend reflektiert und ausgewertet werden. Hierbei erhielten die Klassen gute Anregungen, um ihre eigene Beobachtungskompetenz weiter zu entwickeln. Durch den Einblick in die Praxis konnten die Klassen so die im Unterricht angelegten theoretischen Grundlagen mit eigener Erfahrung verknüpfen und zusätzlich wertvolle Impulse für ihr anstehendes Praktikum mitnehmen.

FSSS 15a/b und Isabel Vogel

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Impressionen vom Frühlingsfest

Am 16. März veranstaltete die Julius-Wegeler-Schule wieder ihr mittlerweile traditionelles Frühlingsfest auf dem Finkenherd. Das Motto lautete dieses Jahr: “Kulturelle Vielfalt leben”.

Fotos: Heinz Sticha, Reinhard Stolzenbach

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Hotelbetriebswirte schauen genauer ins Glas

Hotelbetriebswirte schauen genauer ins Glas

Austesten der neuerworbenen Schaumwein-Kenntnisse beim Besuch im C's

Ein eigener Betrieb ist für einige der angehenden Hotelbetriebswirte ein großes Zukunfts-Ziel. Einen Einblick in diese Thematik verschaffte ihnen Clemens Cajan mit einer Einladung in sein neueröffnetes Restaurant „C’s“. Der Inhaber war selbst Schüler der Fachschule und machte sich vor kurzem mit seinem Geschäftspartner und Sternekoch Christoph Schmah in Koblenz selbständig. Neben dem Austausch von Erfahrungsberichten zur Existenzgründung konnten die Fachschüler ihre neuerworbenen Wein- und Schaumweinkenntnisse austesten. Denn genau wie damals Clemens Cajan, absolvierten die Fachschüler kürzlich das Seminar für Deutschen Wein.

Goldenes Deutsches Weinsiegel

Während dieses Lehrgangs erfuhren die Schüler unter anderem, dass es für die einzelnen Stufen von Prädikatsweinen unterschiedliche Vorgaben gibt. Zum Beispiel dürfen die Weine nur das bestimmte Prädikat wie Kabinett oder Beerenauslese tragen, wenn der vorgegebene Oechsle-Grad erreicht wird. Ein weiteres spannendes Thema waren die Auszeichnungen von Bronze bis Gold, die ein Wein durch seine Qualität erhalten kann. Herr Jannet, der Fachmann aus dem Deutschen Weininstitut, führte die Seminarteilnehmer an zwei Tagen durch die spannende Welt des deutschen Weines. Angefangen bei den Einflussfaktoren beim Weinanbau bis hin zu den Angaben auf dem Weinetikett vermittelte der Fachmann die vielseitigen Themengebiete detailliert und verständlich. Die Attraktion des Lehrgangs war eine Weinverköstigung von sechs auserwählten Weinen. „Wein hat keinen Geschmack, er hat Aromen.“ Diese und weitere Grundsätze lernten die Fachschüler, während sie sich zunächst selbst am Verkosten und Beschreiben des Weins probierten, bevor Herr Jannet zeigte, wie fachgerechte Weinverköstigungen und –beschreibungen auszusehen haben. Als zukünftige Fachkräfte im mittleren bis gehobenen Management, müssen die Fachschüler ihre Gäste perfekt beraten können. So gehört unter anderem auch die passende Weinempfehlung zum Essen dazu.

Interessante Informationen in den Seminar-Handbüchern

Der Seminarleiter zeigte, welche Weine zu welchen Speisekomponenten gehören, welche leicht und welche sehr alkoholhaltig sind und was generell bei Weinempfehlungen beachtet werden muss. Am Ende des Seminars, schrieben die Seminarteilnehmer einen Test über die vermittelten Informationen. Dieser wurde von allen Teilnehmern mit Bravour bestanden. Die Absolventen dürfen sich nun als „Anerkannte Berater für Deutschen Wein“ bezeichnen.

Ein besonderer Dank geht an Herrn Jannet, der mit seiner langjährigen Erfahrung im Wein-Geschäft, den Schülern in kurzer Zeit ein umfangreiches Wissen über dieses breitgefächerte Thema verschaffte und an Clemens Cajan und Christoph Schmah, die zeigten, dass man mit einem starken Willen und einem gut durchdachten Konzept, vieles erreichen kann.

 

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