Moderne Hauswirtschaft setzt auf Teamarbeit
Normalerweise ist Jessica Braun nicht so aufgeregt, wenn sie in die Julius-Wegeler-Schule kommt. Doch am 16. März war das anders: Die 18jährige Auszubildende vertrat das Bundesland Rheinland-Pfalz beim 23. Bundesleistungswettbewerb der Hauswirtschaft in unserer Schule.
Jessica war eine von 19 jungen Frauen, die sich der Herausforderung stellen wollten. Die Aufgaben, die in den beiden nächsten Tagen auf sie warteten, waren vielfältig. Neben einem schriftlichen Theorie-Test in Allgemeinbildung und berufsbezogenen Fragestellungen, standen mehrere praktische Aufgaben an. Ihre persönliche Kompetenzen zeigten die Teilnehmerinnen in einem Rollenspiel und einer Präsentation. Die letzte Prüfungsaufgabe war besonders praxisbezogen. Die Planung und Bewirtung von 30 Personen sollte im Team erfolgen und zeigte deutlich, dass die Hauswirtschaft kein Feld für Einzelkämpfer ist.
Dass diese Teamarbeit gut geklappt hat, darüber war Jessica erleichtert. Im Vorfeld hatte sie Bedenken, „wir sind ja eigentlich Konkurrentinnen im Wettbewerb. Und trotzdem lief die Teamarbeit gut.“ Auch am Abend in der Jugendherberge saß man zusammen, plauderte miteinander und verstand sich gut. „Das macht auch Spaß,“ meint die 18jährige, die ihre Ausbildung in Emmelshausen, im Landesbetrieb Mobilität macht. Am problematischsten war am Ende die Tatsache, dass sechs junge Frauen sich am Morgen ein Bad teilen mussten, „aber da haben wir kurzerhand einen Zeitplan erstellt“. Diese Improvisation war auch im Wettbewerb gefragt. Denn die Teams erhielten einen Warenkorb, mit dem sie auskommen mussten – Extrawürste gab es nicht.
Auf die Siegerehrung am Abend warteten nicht nur die Teilnehmerinnen des Wettbewerbes gespannt. Denn neben dem Wettbewerb fand auch eine hauswirtschaftliche Fachtagung mit etwa 200 Teilnehmern in unserer Aula statt, die die aus dem Warenkorb produzierten Gerichte Gerichten probieren wollten.
Gewonnen hat am Ende Christine Sophie Pahmeyer aus Nordrhein-Westfalen. Jessica Braun, die Lokalmatadorin aus Koblenz belegte gemeinsam mit anderen den 4. Platz. Ob sie damit zufrieden ist? „Ach ja“, meint die Auszubildende, die kurz vor ihrer Abschlussprüfung steht. „Wichtig ist mir, das ich eine Auszeichnung für die beste Kundenberatung bekommen habe. Darauf bin ich ganz stolz.“ Und das kann sie auch sein.
Stefanie Martin







































































































