Mach MI(N)T! – Vielfältige Projekte beim Frühlingsfest 2018

Das diesjährige Frühlingsfest mit dem Motto „Mit der Natur leben“ hatte in zahlreichen MINT-Projekten (MINT steht dabei für die Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) einen besonderen Schwerpunkt. Über 20 MINT-Projekte wurden präsentiert und luden sowohl zum Mitmachen als auch zum Kennenlernen der Vielfalt der MINT-Disziplinen an unserer Schule ein.

Begleitend wurde eine mit Preisen ausgelobte MINT-Ralley veranstaltet, die zum Besuch möglichst vieler MINT-Projekte animiert hat. An dieser Stelle nochmals einen herzlichen Glückwunsch den drei Gewinnerinnen der Ralley.

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Ein kurzer Einblick in einige der MINT-Projekte:

Pioniere der Informatik: Geschichtsbildung kommt im Informatik-Unterricht oft etwas kurz. Die Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Informationsverarbeitung (12. und 13. Jahrgangsstufe) haben sich daher gezielt einen Tag lang in Kleinteams mit einer Pionierin oder einem Pionier der Informatik beschäftigt. Herausgekommen sind dabei professionell gedruckte Plakate über beispielsweise Gottfried W. Leibniz, Alan Turing oder Grace Hopper, die deren Biographien und Lebenswerke für die Informatik vorstellen. Aufgehängt in den Informatik-Fachräumen, dienen die Plakate nun der Information für nachfolgende Fachklassen.

Natürliche Peelings: Die Klasse TU11b des BGY hat sich gemäß ihrem Schwerpunkt mit einem umwelttechnischen Problem beschäftigt. Dass die Meere voll von großen Plastikteppichen sind, ist mittlerweile jedem bekannt und für jeden sichtbar. Doch ein weiteres großes Problem sind die Mikroplastikteilchen, die ebenso die Meere verschmutzen, was weitreichende Folgen für Pflanzen, Tier und Mensch hat. Dieses Mikroplastik stammt zu großen Teilen aus der Kosmetikindustrie, besonders aus Peelings. Daher hat die Klasse TU 11b sich damit beschäftigt, Peelings auf natürlicher Basis, z .B. mit Kaffee oder Zucker, selbst herzustellen. Die Ergebnisse wurden während des Frühlingsfests verkauft und waren ein echter Verkaufsschlager.

Vaterschaftsnachweis (Gelelektrophorese): Der BIO-Leistungskurs der Stufe 13 hat sich mittels eines Experimentierkits zum Thema Vaterschaftstest mit der sogenannten Gelelektrophorese beschäftigt. Hierbei werden hochmolekulare Stoffe, wie beispielsweise Nucleinsäuren, in einem elektrischen Feld aufgetrennt und als Bandenmuster sichtbar gemacht. Die Schüler konnten hierbei alle Arbeitsschritte vom Gießen der Gele über die Gelelektrophorese bis hin zum Anfärben der entstandenen Bandenmuster durchführen.

UMWELT – Wozu? (ecological footprint): Die Ausbildung zur Erzieherin ist eine generalisierte Ausbildung, die dazu befähigt, mit Kindern und Jugendlichen in sozial- und sonderpädagogischen Einrichtungen zu arbeiten. Der modulare Unterricht der Erzieherausbildung ist projektorientiert angelegt, damit die angehenden Erzieher-/innen befähigt werden, selbst Projekte mit Kindern und Jugendlichen durchzuführen. In diesem Sinne hat sich die Klasse FSSP 17a an den Projekttagen entschieden, sich kritisch mit umweltpolitischen Themen auseinanderzusetzen, um mit humoristischem Blick auf die kleinen und großen Umweltsünden hinzuweisen. So entstand ein kleines Filmprojekt, zu dem Daten und Fakten zu Verbrauchszahlen und Umweltbelastungen recherchiert wurden und ein eigenes Drehbuch verfasst wurde. Die einzelnen Filmszenen wurden von den Schülerinnen selbst gedreht, „geschnitten“ und vertont. Das Ziel der Schüler war es, einen Kurzfilm zu unserem „ecological footprint“ zu drehen, der das Publikum zum Überdenken des eigenen Konsum- und Freizeitverhaltens anregt.

Mathematik in Natur und Umwelt – Koblenz durch die Mathebrille sehen: Eine Exkursion der besonderen Art führte die Klasse GS11a durch die Innenstadt in Koblenz. Im Fokus: Mathematik entdecken. Die SchülerInnen machten sich auf die Suche nach möglichen mathematischen Zusammenhängen in Natur und Technik. Diese wurden mit der Kamera festgehalten und anschließend in eine mathematische Aufgabenstellung integriert. Es entstand eine Mappe mit zahlreichen Schüleraufgaben, die am Frühlingsfest von vielen Besuchern getestet wurden.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern, die Interesse an unseren MINT-Projekten gezeigt haben und natürlich besonders den beteiligten Schülerinnen und Schülern sowie Kolleginnen und Kollegen für die Organisation und Durchführung der vielen Projekte!

Kristina Brink und Simon Fingerhut-Beisel

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